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Erlebnis- Baubericht - warum ScaleART?

Ein Baubericht für Anfänger und Fortgeschrittene

Umbau eines Tamiya King Haulers zum ScaleDRIVE Modell

von Wolfgang Hoffner



November 2015


30 Jahre sind vorbei. 30 Jahre Familie, Haus, Beruf.

Es war an der Zeit.
Zeit, sich mal wieder meinem Hobby zu widmen.

Damals mit 25 hatte ich mir meinen ersten Bausatz von Tamiya gekauft. The Frog.

Mächtig stolz war ich schon, dieses Teil zusammen zu schrauben, lackieren und zu fahren. Ok, das Schrauben war und ist nach wie vor das Schönste. Jede freie Minute hatte ich damals mit diesem Modell verbracht.

Na ja, dann war es vorbei, das Geld knapp und meine damalige Frau hatte nicht sehr viel Verständnis mitgebracht. Also, Zeit sich wieder anderen Dingen zu widmen. 


Dann letztes Jahr musste ich feststellen, dass sich nichts geändert hatte. Immer noch Beruf und Arbeiten. Bei der Familie sind es jetzt nur nicht mehr die eigenen, sondern die unserer Kinder. Macht auch Spass, sich mit seinen Enkelkindern zu beschäftigen. Aber was für sich ganz alleine machen?

Schnell war klar, es musste ein LKW sein.

Tamiya fiel mir da als erstens ein. War ja naheliegend. Also ab ins Internet. Damals 1985 war das ja nicht möglich. Da blieb nur das Stöbern in gut ausgestatteten Modellbaugeschäften. War aber auch interessant. Nachdem ich dann mein Traummodell gefunden hatte, bestellte ich dieses bei einem Fachhändler bei uns in der Nähe. Einen Tamiya King Hauler Black Edition. 
Warum ein amerikanischer Truck? Irgendwie gefallen mir diese mit den langen Hauben.


Dazu brauchte ich natürlich noch so einiges an Zubehör:

  • Fernsteuerung Reflex-Stick 6 Kanal
  • MFC-01 Multifunktionseinheit
  • 2 Servos
  • Fahrerakku NiMH 5000 mAH, 7,2 Volt


Endlich der Anruf vom Modellbaugeschäft, ich könne die bestellten Artikel abholen. 

Zuhause angekommen gleich alle Teile ausgepackt und sortiert. Überblick schaffen. Anleitung studieren.


Der Zusammenbau konnte beginnen.


Nach wenigen Wochen, leider hatte ich berufsbedingt doch weniger Zeit, mich um meine Hobby zu kümmern, war dann der Truck endlich fahrbereit. Da fuhr er nun. Toll.

Aber irgendwie viel zu schnell für einen Truck. Das Rangieren im Stand fiel etwas schwieriger aus, als gedacht. Also Google fragen, was es alles zu diesem Thema gibt. 

Ein anderes Getriebe? Oder eine Getriebeuntersetzung? Ein kleineres Ritzel? Ein anderer Motor?

Habe mich dann dazu entschlossen, sowohl ein kleineres Ritzel sowie einen anderen Motor einzubauen. Schon viel besser. Laut Anleitung von Tamiya muss die Innenausstattung (Armaturenbrett und Gestühl) weichen, wenn man die MFC-01 einbauen will. Klar, der Lautsprecher ist auch riesig. Dann die vielen einzelnen Kabel. 
Also alles mal so machen, wie beschrieben. Kabel in Spiralen eingelegt, damit diese geschützt sind. Kabelbinder über Kabelbinder, um allen Kabeln gerecht zu werden. Keine beste Lösung. Man soll die Scheiben tönen, damit man das Gewimmel nicht sieht.

Was nun?

Alles wieder ausgebaut, den Lautsprecher und die Elektronikeinheit in den hinteren Bereich oberhalb des Fahrerakkus gebracht und mit doppelseitigem Klebeband festgeklebt. Noch mehr Gewimmel.

Jetzt hatte ich alles untergebracht. Innenausstattung ist nun vorhanden. Eine Fahrerfigur (mit Cowboyhut) gekauft und angeschnallt. Ist doch viel besser. Zumindest von außen.

Hinten unter der Haube geht es jetzt sehr eng zu. Alles vollgestopft. Macht ja nix. Deckel drauf und man sieht es nicht. Gefällt mir aber nicht. Aber was tun?


Verlegt man die Kabel sinnvoller, ist es unmöglich, die vielen einzelnen Stecker in die Multifunktionseinheit einzustöpseln. Kabel kommen von überall: Von den Scheinwerfern an der vorderen Stoßstange, von den seitlichen Blinkern auf den Kotflügeln, von den an der Haube befestigten Dachlampen, von den Rückleuchten, von der Sattelplatte,
von den 3 Servos, vom Fahrakku, vom Empfänger und dann noch von der Antenne, deren Kabel viel zu kurz ist... 
Da komme ich wohl so schnell nicht weiter. 

Was konnte ich noch modifizieren?

Zunächst die bauseits vorhandenen Dämpfer. Ähneln den Federn aus Kugelschreibern. Die Vorderachse hat auch jede Menge Spiel.  Die von Tamiya gelieferten Lager hatte ich bereits beim Zusammenbau direkt mit richtigen Kugellagern aus Stahl ersetzt.

Eine Zugmaschine braucht auch einen Auflieger. Ich fand den Tiefbettauflieger mit seinen Holzplanken recht passend, war auch nicht ganz so teuer als die Planen- oder Containerauflieger. Elektrische Sattelstützen, das musste aber sein. Und ein Servo für die Sattelplatte.

Mann, Mann, das ging ja richtig ins Geld. Mittlerweile war ich schon im 4-stelligen Bereich angelangt. 


Folgendes Zubehör hatte ich mir bereits zugelegt:
 

  • Kugellagersatz Dachspoiler
  • Rammschutz
  • Truck-Motor
  • Öldruckdämpfer
  • Servo-Verlängerungskabel
  • Zusätzliches Fett für Getriebe und Differenziale
  • Tamiya Flachbettauflieger
  • Elektrische Aufliegerstützen
  • Beleuchtungsset für Auflieger
  • Sonnenblende
  • Kugellager
  • Lampenbügel
  • Servo für Sattelplatte
  • Fahrerfigur



Mein King Hauler ist fertig. Man könnte gewiss noch .... Oder? Vielleicht an der Fernsteuerung und der Lichtanlage etwas verbessern? Stört irgendwie, dass man die Lampen nur in der von Tamiya vorgegebenen Reihenfolge schalten kann: Dachlampen ein, dann Standlicht, Abblendlicht, Scheinwerfer. Alles wieder aus. Das Ganze am rechten Stick der Fernsteuerung.
Dazu an der Anlage links ein Regler nach rechts, den anderen nach oben, dann alles wieder in Ausgangsstellung. 
Nicht gerade komfortabel. Wie könnte das vernünftig geschaltet werden? Leider weiß Dr. Google auch keinen Rat. Außer den einen Tipp, die Fernsteuerung und die Elektronikeinheit zu ersetzen. Nein. Das macht doch auch keinen Sinn. Aber was dann?


20. März 2016

Modellbaufaszination Sinsheim. Da musste ich hin.

Tolles Programm soweit das Auge reicht. Für alles andere dann mal näher ran.

Nach vielen tollen Angeboten, Verkaufsgenies und Parcours auch mal bei ScaleART stehen geblieben, und die vielen authentischen Modelle angeschaut. Mann sind die klasse. Da möchte ich doch glatt meinen Geldbeutel aufmachen. Wäre da nicht der Preis. Klar, mein Tamiya hat mittlerweile auch so einiges gekostet. Da hätte ich mir fast schon einen Grundbausatz bei ScaleART kaufen können. Halt ganz was anderes, mit Tamiya schon mal nicht vergleichbar. Ist genauso wie im wirklichen Leben. Da möchte man auch und kann nicht (immer).

Na da nehme ich halt mal ein paar Prospekte mit. Man weiß ja nie. Und informieren kostet nichts.
 

12. Mai 2016

Termin bei einem Kunden in Mutterstadt

Auftrag abgeschlossen, Rückfahrt nach Bellheim. 11 Kilometer bis nach Waldsee. Waldsee? Da war doch was. Parkplatz suchen, anhalten, googlen.

In Waldsee in der Pfalz – ja, da gibt es die Firma ScaleART. Mensch, das ist ja ganz in der Nähe von meinem Heimatort. Also umdrehen und hinfahren. Schauen kostet nichts.


Kurz nach 18.00 Uhr stand ich vor der Ausstellungshalle  - Geschlossen. Einfach mal das Gesicht an die Scheibe – da kommt ja jemand.

Herr Brand, Geschäftsführer und Inhaber der Firma ScaleART hat mir direkt angeboten,  dass ich mich trotz seines Feierabends doch noch umsehen darf. Später kam dann noch die Tochter Sarina dazu. Sehr nette Leute. Persönlich. Nett. Zuvorkommend.

Seitdem spare ich auf ein Modell von ScaleART.


Mit dem Programm von ScaleDRIVE ist es relativ preiswert möglich, mit hochwertigen Komponenten ein Modell im Maßstab 1:14,5 bis 1:16 (z.B. Tamiya, Wedico oder Bruder) upzugraden. Diverse Teile, wie Fahrerhaus, Anbauteile usw. können weiterhin verwendet werden, erklärte mir Herr Brand.

Das überzeugt mich. Möchte ich doch meinen Tamiya Truck behalten, aber auf die Feinheiten, die den Spaß am Fahren letztendlich bringen, nicht verzichten. Tolle Sache. Sukzessive mit dem Umbau beginnen. Nicht alles auf einmal.


Umbau eines 6x4 in einen 6x6 Antrieb. Neue Vorderachse und neuer Rahmen. Vorderachsfeder. Neue Felgen und Reifen; Achsen,  Pendelaufhängung. Servoeinbausatz ScaleART, 2-Gang-Getriebe ersetzen. Neue Lichtanlage; vielleicht auf die Fernsteuerung Commander umrüsten.

30. Juni 2016

Besuch bei ScaleART in Waldsee. Herrn Brand und seiner Tochter mein Vorhaben mit dem Umbau vorgestellt. 

 

07. Juli 2016, vormittags


DHL überbringt Paket von ScaleART mit ScaleDRIVE Zubehörteilen - sehr erfreut smiley


 

DHLmit Paket von ScaleDRIVE



Paketinhalt - lauter schöne ScaleDRIVE Zubehörteile!

Jedes einzelne Bauteil in einer separaten Plastikbox. Wichtig, damit nichts verloren geht.

 

ScaleDRIVE Artikel für Umbau Tamiya Truck


Alle Bauanleitungen sind zusätzlich auf der Website / im Webshop von ScaleART abrufbar - Download-Funktion möglich.

Hier mal als Beispiel die Vorschlagsliste für den geplanten Umbau des Tamiya King Hauler zu einem 6x6 ScaleDRIVE-Modell!

Let´s start to begin ...



07. Juli gegen 19:00 Uhr und 08. Juli 2016 abends

King Hauler bis zum Rahmen zerlegen:
 



Beginne mit dem Zusammenbau der Hinterachsen, Differenziale

Bauanleitung genau studieren, Teile zurecht legen, richtiges Werkzeug dazu, anfangen ...

Alle Teile sehr hochwertig. Passgenau. Bin begeistert!

 


 



Für den Zusammenbau sollte man etwas technisches Verständnis mitbringen, außerdem erleichtert eine gewisse Fingerfertigkeit das Zusammenschrauben. 

Da ich einen 3-Achser zu einem 6x6 umbauen will, benötige ich an der 2. Hinterachse einen Durchtrieb.
Dieser wird seitens ScaleDRIVE als Set geliefert. Hier ist erforderlich, sich beide Anleitungen genau anzuschauen. Bei der einfachen Bauform des Durchtriebs dreht nämlich die Eingangswelle der Achse entgegen der Abtriebswelle.  Dies nennt man einen ungleichsinnigen Durchtrieb. Das Tellerrad in der Achse muss daher auf der gegenüberliegenden Seite zum Tellerrad der benachbarten Achse leigen. Die Tellerräder müssen also abwechselnd rechts und link in den Achsen eingebaut werden, ansonsten drehen nach Fertigstellung die Antriebsräder gegenläufig und blockieren das Fahrzeug.
 

Schön zu sehen auf der Anleitung zum Durchtrieb-Set:



 



Hier habe ich die erste Welle zusammen gebaut. Aufmerksame Betrachter sehen, dass da etwas nicht stimmt! Was passt nicht?

 


 

Genau, auf der rechten Seite der Welle habe ich das Kugellager und den Seegring vergessen...

Also, nochmals die 4 Schrauben am Differenzialkorb herausdrehen, die Befestigungsschraube am Ausgleichsrad der Halbwelle entfernen, dann den Seegring aufstecken und das Kugellager rein.
Alles wieder zusammenschrauben. 


Jetzt die Achsgehäuse sowie den Deckel ohne Vorgelege auf der einen Achse und mit dem Durchtriebsset bei der anderen Achse zusammen montieren.  

 



Nicht zu vergessen: FETT satt !

 

Hinterachse Differenzial ScaleDRIVE



Deckel drauf, fertig ist die 1. ScaleDRIVE Achse.

Bei der 2. Achse geht es schon etwas besser voran. Fertig sind nun beide Achsen. 

 

2 fertige ScaleDRIVE Hinterachsen

Auf geht es zum Bau der Pendelfederung.


So soll das mal ausschauen:
 

Pendelfederaufhängung von ScaleDRIVE, fertig montiert



Alle Teile auspacken und zurecht legen:
Bauanleitung studieren.


 

Pendelfederaufhängung ScaleDRIVE Bauteile



Sehr interessant, wie filigran das Federpaket ausschaut - und wie auf allen Teilen auch hier sehr schön das Logo von SaleART zu sehen - einfach alles perfekt:

 

Blattfederpaket ScaleART ScaleDRIVE

Diese Woch habe ich wieder etwas Zeit gefunden, meinen Umbau weiter voranzutreiben.

Die fertigen Hinterachsen sollten nun an den Rahmen. 

Zunächst musste ich die 2 Halter am Rahmen befestigen, die die Achsen und Federpakete aufnehmen.

Interessant ist, dass ScaleDRIVE gleich daran gedacht hat, eine Höherlegung zu ermöglichen. Ich habe mich für eine 5,5 mmHöherlegung entschieden, da ich das Modell auch in unserem Garten / Wiese fahren möchte. 
Wenn schon Umbau auf 6x6, dann ist dies sicherlich ebenfalls hilfreich.

Die Halter werden zunächst mit 3 Schrauben und Mutetrn am vorhandenen Tamiya-Rahmen festgeschraubt.
Danach müssen 4 Löcher gebohrt werden, was mit einem kleinen Bohrschrauber problemlos möglich it. Zumal die Halter gleichzeitig als Schablone dienlich sind.

Da wurde mitgedacht!
 



Hier ein Bild der "alten" Tamiya-Achsen mit Federn und Öldruckdämpfern. Die hintere Querstrebe muss entfernt werden, da diese für die neue ScaleDRIVE Pendelfederaufhängung hinderlich ist.

 



Bei der Montage der Buchsen für die Federaufhängung war mir nicht ganz klar, ob die Buchse mit dem Innensechkant in die vordere oder hintere Nut von A4 muss.

Das Bild ist hier nicht ganz eindeutig. Mail an Frau Sarina Schneider von ScaleART, die diese an den Konstruktuer Herrn Michalik weiterleitete.
Herr Michalik antwortete sehr zeitnah und erklärte, dass die Buchse in die hintere Nut müsse, um volle Stabilität zu erreichen.


Nun beide Federpakete zusammengeschraubt und an den Haltern am Rahmen befestigt.
 




Danach die beiden Achsen an den Dreieckslenkern festgeschraubt und mit den Kugelgelenken verbunden.

Die Kardanwelle - sep. Bausatz - muss eingesetzt werden, bevor man die Kugelgelenke festschraubt.
Evtl. muss der Vierkant vom Kardangelenk noch gekürzt werden. Der Vierkant darf nämlich nicht auf den Würfel vom Kardangelenk drücken, da ansonsten das Fahrverhalten ungünstig beeinflusst wird.

Auch sehr wichtig ist, dass die Kardanwellen immer so eingebaut werden, dass alle Augen in einer Flucht stehen.

Wenn man dies unberücksichtigt lässt, passiert folgendes:

 


 


Weitere Informationen hier: KARDANFEHLER





Gegenüber der bisherigen Tamiya-Aufhängung lässt sich jetzt schon ein riesengroßer Unterschied feststellen:

Die Verschränkung der Achsen ist nämlich enorm, was die Geländefähigkeit wesentlich positiv beeinflusst.

Noch habe ich die Original Tamiya-Felgen und Reifen auf den Achsen. Hier wäre der Umstieg auf grobstolligere Reifen für die bessere Traktion im Gelände angesagt. Mal sehen ...

 



Noch zu erwähnen ist, dass die Halter, die am Federpaket zu sehen sind, nicht mehr vorhanden sind. Herr Michalik von ScaleART erklärte mir, dass diese nicht in Serie gingen, da sie eher Probleme bereitet hatten.








Schön wären die neuen Beadlock-Felgen von ScaleTRIAL in Verbindung mit 1,9" Crawler Reifen.

Sieht irgendwie "SAUSTARK" aus, oder?!

 

       



Nachdem nun die beiden Hinterachsen am Tamiya-Fahrgestell hängen, geht es nun an die Vorderachse. Die soll zukünftig als 3. Achse zusätzlich angetrieben werden.
Hierzu ist deshalb ein Durchtrieb erforderlich. Der Zusammenbau ist ähnlich der Hinterachsdifferenziale. Unterschiede bestehen bei der Federaufhängung - sep- Bauteil - und den Kardangelenken zur Aufnahme der Vorderräder.

Da der Tamiya Truck bislang keine angetriebene Vorderachse hatte, müssen 2 neue Felgen mit Reifen angeschafft werden. Die bisher verwendeten Tamiya-Felgen sind kugelgelagert, ein Antrieb somit nicht möglich. 

Ersetzbar wären diese durch Tamiya-Hinterachsfelgen (die inneren), sofern amn diese hat. Adapter dafür liegen den ScaleDRIVE-Bauteilen bei.
 

Das Bild zeigt die 2 Bausätze: Vorderachsdiffererenzial und Blattfeder:
 



Ausgepackt sind es eine Menge Teile, die es erstmal zu sortieren gilt:

 



Auf dem folgenden Bld sind dann auch schon die 2 Kardangelenke zu sehen, die im Gegensatz zu der Bauanleitung schon fertig zusammengesetzt waren:
 



Hier dann das Vorderachsdifferenzial im glasfaserverstärkten Kunststoffgehäuse liegend




Der weitere Zusammenbau betrifft nun die Gelenke. Hierzu liegen verschiedene Teile entsprechend den unterschiedlichen Maßstäben bei.

An den Anschlussstücken ist dann jeweils eine Achsanlenkung festzuschrauben.
Die Kardangelenke werden dann eingesteckt (Vierkant) und mit den Anschlussstücken verschraubt. Jeweils 2 Kugellager werden auf die Wellen aufgesteckt, und sobald die Anschlussstücke zusammengeschraubt sind, ist die Vorderachse auch schon für die Montage am Rahmen bereit.



Für die verschiedenen Maßstäbe liegen entsprechende Teile bei, um die Kardangelenke an der Vorderachse einzubauen.
Gut zu sehen ist der Hebel, an dem die Schubstange befestigt wird. Bei 2 Vorderachsen müsste dann noch ein zusätzlicher Lenkhebel auf der linken Seite der Achse angebaut werden, dadurch wird die 2. Achse mit bewegt.
Die Kardangelenke werden jeweils ohne Fett eingebaut. Dies verhindert ein Verschmutzen im Betrieb, was zu einem vorzeitigen Verschleiß führen würde.

 

Kardangelenk an der Vorderachse, Vorderachsfifferenzial



Das Außenmaß beträgt bei 1:14-Modellen (Tamiya) präzise 124,5 mm.  Für die anderen Maßstäbe (1:14,5 - 1:16) liegt eine zweite, etwas kürzere Schubstange bei.


Schubstange

 

Nun fehlen nur noch die beiden Felgen und Reifen für die neue ScaleDRIVE Vorderachse.


Hierzu Herr Michalik von ScaleART:
 

"Die originalen Tamiya Felgen der Vorderachse sind natürlich für angetriebene Achsen nicht geeignet, da sie ja die Aufnahme der Lager beinhalten.

Grundsätzlich können alle ScaleART und ScaleDRIVE Felgen auf den Achsen montiert werden. Entscheidend ist der Maßstab (ScaleART 1:14,5 oder Tamiya 1:14) in dem gebaut wird und das spätere Erscheinungsbild des Modells.

Im Tamiya Maßstab sind am besten die ScaleDRIVE Breitreifen Felgen Chromfelgen ScaleDRIVEgeeignet. Hier lassen sich sowohl schmale als auch breite original Tamiya Reifen sowie die Reifen aus dem Zubehör wie z.B. Carson usw. verwenden.

Die Beadlock Felgen lassen sich auch montieren, sind aber wegen der größeren Reifen (Durchmesser 96mm -108mm) nur für extreme Gelände Fahrzeuge (Trial) geeignet. Dann müssen natürlich auch an den Hinterachsen Beadlock Felgen montiert werden.

Der Adapter A7 geht gewollt recht schwer auf die Welle, damit dieser sich spielfrei montieren lässt. 

Der Bolzen sollte sich mit einer Zange in der Bohrung montieren lassen. Auch hier ist es gewollt eng ausgeführt, damit sich der Bolzen nicht selbständig im Betrieb lösen kann."




Ich habe mich für die breiten Chromfelgen von ScaleDRIVE entschlossen und gleich noch 2 Original Tamiya 1,9" Reifen mit 30 mm Breite im Internet bestellt.

Sobald diese eingetroffen sind, werde ich sie montieren und ein entsprechendes Bild einstellen.








Das nachfolgende Bildzeigt nun die fertige Vorderachse mit Kardangelenken und Schubstange.
Gegenüber der Tamiya-Achse ist wie erwartet festzustellen, dass die Kardangelenke von ScaleDRVE präzise in den Lagern liegen und kein Spiel haben.
Insgesamt eine runde Sache.


komplette ScaleDRIVE Vorderachse - Vorderachsdifferenzial mit Durchgetriebe



Als nächster Bauschritt ist nun der Einbau derVorederachse angesagt. Dazu benötigt man je nach Rahmenbreite diverse Anbauteile.
Für den 62 mm breiten Rahmen von Tamiya in Verbindung mit ScaleDRIVE-Achsen benötigt man die auf dem mittleren Bild auf der Bauanleitung benötigten Teile.



Zeichnung ScaleDRIVE Blattfeder-Montage


Da ich mich bereits bei den beiden Hinterachsen für eine Höherlegung von 5,5 mm entschieden habe, habe ich nun auch zwischen der Blattfeder und Achse ein zusätzliches Distanzstück von 6 mm eingelegt.
ScaleDRIVE bietet hierfür diverse solcher Distanzteile an, die man auch in Kombination verwenden kann. Dazu liegen auch diverse Längen an Schrauben bei.

Bei meinem Tamiya Rahmen musste ich ein zusätzliches Loch zur Befestigung des Teils A3 bohren, dabei diente dieses Teil gleich als Bohrschablone.





Hier der komplette Bausatz für die Blattfedern inkl. Anbauteile

Blattfeder Paket von ScaleDRIVE




Auch hier sieht man wieder, dass nicht immer alle Teile Verwendung finden. 


Blattfedern montiert



So sehen nun die Blattfedern für die Aufhängung der Vorderachse im Detail aus, deutlich zu sehen ist das oben erwähnte Distanzstück für die gewünschte Höherlegung:

Blattfeder



Nun ist die Vorderachse sauber mit dem Rahmen verbunden. Passt alles sehr genau, kein Wackeln erkennbar.

Fertige Vorderachsaufhängung mit Blattfedern
 

Der nächste Schritt betrifft nun den Einbau der Servos. Diese liegen bedingt durch den Einbau des ScaleDRIVE 2-Ganggetriebes und der angetriebenen Vorderachse nicht mehr parallel vor dem Tamiya-Getriebeblock, sondern werden mit einem speziellen Einbausatz von ScaleDRIVE vorne am Rahmen befestigt.

Hier haben sich nun die ersten Probleme herauskristallisiert. Die ScaleDRIVE-Teile wurden nämlich an die Rahmen und Fahrerhäuser von europäischen Zugmaschinen angepasst. Bei den, wie auch von mir verwendeten, amerikanischen Zugmaschine - King Hauler - passt der Servoeinbausatz zwar, allerdings muss das Federpaket und die Vorderachse etwas nach hinten weichen, ca. 8 mm. Dazu müssen auch teils neue Löcher gebohrt werden, damit alles wieder vernünftig befesteigt werden kann.
Durch den Versatz nach hinten wird der Spalt an den Radkästen / Radausschnitten etwas geringer, sieht nicht ganz so professionell aus, passt aber noch. 



​Aber nun der Reihe nach. Zunächst baue ich nun das neue 2-Gang-Getriebe von ScaleDRIVE zusammen. 

 

Der ScaleDRIVE Getriebe-Bausatz kann mit allen gängigen Nutzfahrzeug-Bausätzen in den Maßstäben 1:13 bis 1:16 verwendet werden.

Gerade bei Modellen anderer Hersteller, bei denen Getriebebausätze in Kunststoff verwendet werden, findet dieser Bausatz von ScaleART aus Waldsee eine perfekte Verwendung. 

Das nachfolgende Bild zeigt den Unterschied des bisher verwendeten Tamiya-3-Gang-Getriebes mit dem neuen 2-Gang-Getriebe von ScaleDRIVE
 

Vergleich ScaleDRIVE 2-Gang-Getriebe und Tamiya 3-Gang


Technische Daten:

  • glasfaserverstärktes Kunststoffgehäuse
  • gefräßte Stahl-Zahnräder
  • Lagerschilde aus Aluminium
  • Übersetzung 1.Gang: 1/17,3; 2.Gang: 1/4,92
  • alle Wellen und Schrauben aus rostfreiem Stahl
  • kombinierbar mit Faulhaber und 540-er Antriebsmotoren


 

2-Gang-Getriebe von ScaleDRIVE

2-Gang-Getriebe ScaleDRIVE fertig im Gehäuse


Beim Zusammenbau überzeugten mich insbesondere die perfekt aufeinander abgestimmten Bauteile. Die gefrästen Zahnräder laufen absolut gleichmäßig. 

Mit einem Preis von gerade mal 159,00 Euro gönnt man seinem Fahrzeug damit schon etwas Besonderes!



Hier der Link zum Shopartikel: 2-Ganggetriebe



Der nächste Schritt beschreibt nun den Einbau der Servos mit Hilfe des Einbausatzes von ScaleDRIVE. Es handelt sich hierbei um 2 Metallteile, die zwischen den Rahmenteilen vorne ihren Platz finden.
Da, wie oben schon beschrieben, dieser Satz normalerweise bei europäischen Zugmaschinen Verwendung findet, musste ich eine Lösung finden. Ein kurzer Besuch bei ScaleART in Waldsee brachte mir die Erkenntnis.


Die nachfolgenden 3 Bilder zeigen eine deutsche Zugmaschine und die eingebaute Halterung für die Servos:

Servohalterung ScaleART


Servohalterung ScaleDRIVE

Servohalterung eingebaut bei ScaleDRIVE Waldsee



 

So schaut die Halterung zunächst aus:

Servohalterung ScaleDRIVE

Servo an Servohalterung angebaut

Servohalterung

ScaleDRIVE Servohalterung am Tamiya Rahmen angebaut

Servohalterung von ScaleDRIVE am Rahmen

ScaleDRIVE Servohalterung


​Bei nachfolgendem Bild sieht man schon die gekrümmte (um ca. 30°) Schaltstange

Servohalterung am Tamiya Rahmen angebuat


Das Einstellen der Servowege über die Schaltstange hat sich dann als relativ schwierig herausgestellt. Grund hierfür ist, dass zwar das Servo genau eingestellt werden könnte, die Fernsteuerung (Refelx Stick von Carson) dies aber nicht zulässt.
Eine computergesteuerte Fernsteuerung wäre hier sehr hilfreich. Dies habe ich letztendlich beim ersten Fahrbetrieb enttäuschend feststellen müssen. Leider lässt sich die Trimmung nur sehr grob einstellen, so dass ein perfektes Gangeinlegen fast unmöglich erscheint. Man muss da sehr genau hinhören, um das Servo auf Dauer nicht zu zerstören.

Da wünsche ich mir jetzt schon die Commander von ScaleART!


 

Abschlussbericht!

Nach langem Ausprobieren, wie ich das vorhandene Fahrerhaus von Tamiya auf das nun veränderte Fahrwerk aufsetzen kann, ist mir nun klar geworden, dass man leider nicht alles problemlos umbauen kann. Die ScaleDRIVE Teile sind super geeigent, um europäische/deutsche Trucks umzubauen. 

Bei den amerikanischen Fahrerhäusern wird das etwas kritsisch; man müsste weitreichende Änderungen vornehmen. 

Wie im nachfolgenden Bild sehr gut sichtbar ist der veränderte Spalt zwischen dem Vorderrad und dem Radkasten.  

tamiya Umbau mit ScaleDRIVE teilen

An sich müsste ich nun auch die gesamte Elektronik umbauen, was m. E. aber wenig Sinn macht, da man aus einem Granit noch lange keinen Diamant machen kann. Insoweit beende ich hiermit meinen Baubericht!

Trotz allem kann ich mitteilen, dass der Umbau eine tolle Sache war und ich ScaleART, insbesondere Herrn Bernd Brand und seiner Tochter Sarina, sehr dankbar bin, dass sie mir diesen Umbau überhaupt ermöglicht haben.


 

Mein nächstes Projekt wird nun der Bau eines ScaleART MAN TGS 4-Achs-Halfpipe-Kipper ein! Mehr informationen zu diesem Bausatz HIER

E
inen ausführlichen Baubericht mit vielen Bildern und Details erfahrt ihr hier auf diesem Blog!



Wir freuen uns auf eure Bauberichte, die wir hier auf diesem Blog gerne veröffentlichen. Meldet euch!

06 Juli 2016 0 Kommentar
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01. bis 04. November 2018

Faszination Modellbau
Friedrichshafen



 

 

 

 


ScaleART, ScaleTRIAL, ScaleDRIVE und ScaleART Commander live.

 

 

 

 

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Modellbau ScaleART ist eine junge Modellbaumanufaktur aus Waldsee, die sich im Jahre 2000 auf einem neuen Betriebsgelände und neuen Werkstatträumen auf über 500qm eingerichtet hat und bis dato seine Betriebsfläche auf 1000 > qm erweitert hat.

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